Fakten & Fiktion


Auf dieser Seite lesen Sie etwas zu Fakten & Fiktion aus dem Bereich der Physiotherapie und angrenzender Bereiche. Die Idee hierzu ist aus zahlreichen Fragen von Patienten entstanden.

 

Das "Hohlkreuz"

Viele Patienten, die mit Beschwerden im unteren Rücken zu uns kommen sagen uns: "Ich habe ja auch ein Hohlkreuz!"

Vielfach wird angenommen, das ein Hohlkreuz etwa schlechtes sei und in jedem Fall eine Ursache für bestehende Kreuzschmerzen.

 

Fakt ist: Der Begriff Hohlkreuz (lat. Lordose) beschreibt zunächst einmal nur die Wölbung der Wirbelsäule zum Bauchraum (nach vorne) hin und ist "normal". Jeder von uns hat ein Hohlkreuz, der eine mehr, der andere weniger. Es gibt hier keinen Normwert. Selbst ein "extrem" ausgeprägtes Hohlkreuz, Hyperlordose genannt, muss nicht zwingend zu Problemen führen!

Entscheident für die Beurteilung ist nicht das Hohlkreuz an sich, sondern die individuellen Beschwerden eines jeden Patienten.


Bei Rückenschmerzen sollten Sie viel liegen, idealer weise in der sog. Stufenlagerung.


Fakt ist: Bei Rückenschmerzen gibt es eine große Bandbreite. Eine universelle Empfehlung kann man hier nicht geben. Studien haben aber wiederholt gezeigt, das Bewegen die bessere Strategie ist. Das "wie" muss allerdings jeder betroffene für sich herausfinden. Dem einen hilft das Gehen, dem anderen das Radfahren. Die Stufenlagerung (Bild) ist zwar im Moment angenehm, kann aber die Beschwerden anschließend sogar verstärken! In Ruhephasen nehmen Sie die Position ein, die die beste Linderung bringt. Nicht selten ist das sogar die Bauchlage.


Tapes - Hat die Farbe eine Bedeutung?

 

Es gibt im Wesentlichen 2 Arten von Tapes. Das sog. Sporttape, ein überwiegend unelastischer Klebe-veverband zur Stabilisierung oder Ruhigstellung, meist von Gelenken. Im Gegensatz dazu wird das sog. KinesioTape zur Unterstützung anderer physiotherapeutischer Maßnahmen eingesetzt. Es ist sehr elastisch und kann zu ganz unterschiedlichen Zwecken eingesetzt werden. Hier ist es eher die Beeinflussung der Weichteile, Muskeln, Sehnen oder auch der Lymphgefäße. Auch in der Anlage unterscheiden sich die beiden Tapes grundsätzlich.

 

Fakt ist: Beide Tapeverfahren werden seit vielen Jahren, primär im Bereich des Sports, eingesetzt. Festzuhalten ist dabei, das die Farbe, speziell eines Kinesiotapes keinen Einfluss auf die erhoffte Wirkung hat! Weiterhin gibt es bis heute auch keinen wissenschaftlichen Nachweis für die Wirksamkeit des Kinesiotapes. Die vielfach positiven Beobachtungen weisen jedoch auf  Effekte hin, die ohne Kinesiotape nicht erreicht werden.


 

Wir werden diesen Bereich fortlaufend ergänzen.